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Zahngesundheit ist nicht nur bei Kindern ein wichtiges Thema, doch gerade bei ihnen sind kieferorthopädische Maßnahmen besonders erfolgreich. Ab wann der erste Besuch bei einem Kieferorthopäden sinnvoll ist, welche Behandlungsmethode für Ihr Kind die richtige ist und wer am Ende die Kosten für Zahnspange und Co. übernimmt, lesen Sie hier.

Kieferorthopädie für Kinder in München

Sie möchten wissen, ob Ihr Kind eine kieferorthopädische Behandlung benötigt und wie diese aussehen sollte? Dann vereinbaren Sie doch einfach einen kostenfreien Beratungstermin in unserer Praxis in München.

Wir garantieren Ihnen eine kindgerechte Behandlung, eine schnelle Terminfindung und Hilfe bei all Ihren Fragen rund um das Thema Kieferorthopädie für Kinder. Außerdem beraten wir Sie gerne über alternative Behandlungsmethoden, zum Beispiel zum 3D-Scan der Zähne Ihres Kindes im Vergleich zum herkömmlichen Abdruck.

Sprechen Sie mit uns, wir freuen uns auf Sie: Jetzt kostenfreien Beratungstermin vereinbaren.

Warum ist eine kieferorthopädische Behandlung bei Kindern notwendig?

Zahn- und Kieferfehlstellungen können die Funktionsfähigkeit und die Mundgesundheit gefährden. Schiefe Zähne oder eine fehlerhafte Kieferstellung können zu Überbelastungen einzelner Regionen führen und somit sowohl die Zähne selbst schädigen, als auch zu Problemen des Zahnhalteapparates, der Kieferknochen, des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur führen. Kieferorthopädische Maßnahmen können diese Folgeschäden verringern oder ihnen vorbeugen.

Zahnfehlstellungen können in bestimmten Fällen außerdem die Mundhygiene erschweren und so die Bildung von Karies, Parodontitis und Mundgeruch fördern. Auch Sprachprobleme können Folgen schiefer Zähne oder von Kieferfehlstellungen sein.

Nicht zuletzt ist es auch eine ästhetische Frage. Aus rein funktioneller Perspektive spielt dieser Punkt zwar eher eine untergeordnete Rolle, der psychosoziale Aspekt ist jedoch nicht zu unterschätzen. Auch für Kinder ist die Optik häufig ein wesentlicher Aspekt, sich in kieferorthopädische Behandlung zu begeben. Und nicht zuletzt wünschen sich viele Eltern ein fröhliches und unbefangenes Lächeln für ihr Kind.

Alle oben genannten Faktoren, die für eine kieferorthopädische Behandlung sprechen, gelten grundsätzlich nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Eine kieferorthopädische Behandlung bereits im Kindesalter durchzuführen, bietet im Vergleich zur Erwachsenenbehandlung jedoch mehrere Vorteile: Kinder sind meist sehr gut in Bezug auf das Tragen einer Zahnspange zu motivieren und das Zahn- und Kieferwachtsum können noch optimal beeinflusst werden.

Ja oder nein – ist eine Behandlung immer nötig?

Die Betonung bei all diesen Problemen liegt nicht umsonst auf „können“ – denn nicht immer führen eine Zahnspange oder eine anderweitige kieferorthopädische Behandlung zum Erfolg. Unbehandelte Zahn- und Kieferfehlstellungen müssen dem Betroffenen im weiteren Leben nicht zwingend Probleme bereiten. Die Entscheidung sollte im Einzelfall abgewogen werden. Lassen Sie sich darum beraten, ob eine Behandlung notwendig ist und von Erfolg gekrönt sein wird.

Zeitpunkt und Dauer einer kieferorthopädischen Behandlung

Wann genau eine kieferorthopädische Behandlung beginnen sollte, hängt von der individuellen Zahn- und Kieferstellung jedes einzelnen Patienten ab. Klar ist jedoch, dass sie im besten Fall bereits im Kindesalter starten sollte, da bei Erwachsenen das Kieferwachstum bereits abgeschlossen und die Gewebereaktion eingeschränkt ist. So können die Maßnahmen beim Erwachsenen erheblich länger dauern oder werden durch fehlende Zähne, Parodontitis oder Zahnschäden erschwert.

Damit es für eine Behandlung nicht zu spät ist, sollten Sie das Gebiss Ihres Kindes bereits erstmals ab einem Alter von sechs Jahren von einem Kieferorthopäden kontrollieren lassen. Weitere wichtige Zeitpunkte für eine Kontrolle sind

  • der Durchbruch der bleibenden oberen Schneidezähne
  • und das Ende des Zahnwechsels.

Der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung

Ab wann eine kieferorthopädische Maßnahme sinnvoll ist, hat weniger mit dem Alter als mit der individuellen Zahnentwicklung Ihres Kindes zu tun. In der Regel beginnt eine Behandlung ab dem 9. bis 12. Lebensjahr. Denn dann hat die zweite Phase des Zahnwechsels begonnen – das heißt: Die Milch-Eckzähne und Milch-Seitenzähne werden durch die bleibenden Nachfolger ersetzt.

Bereits vor diesem Zeitpunkt mit einer Behandlung zu beginnen, ist nur in Ausnahmefällen – zum Beispiel bei Platzmangel, Kreuzbiss, offenem Biss oder Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte – in Form einer Frühbehandlung sinnvoll. Außerdem kann ein vorzeitiger Milchzahnverlust und die damit verbundene Notwendigkeit, Lücken für die nachfolgenden bleibenden Zähne offen zu halten, einen frühen Behandlungsbeginn erfordern.

Die Frühbehandlung

Ist ein solcher Ausnahmefall gegeben, beginnt die Behandlung also bereits im Milchzahngebiss bzw. in der ersten Phase des Zahnwechsels. In diesem besonderen Fall spricht man von einer Frühbehandlung. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn eine spätere Behandlung wesentlich komplexer wäre oder eine Nichtbehandlung zu Wachstumshemmungen führen würde. Die Frühbehandlung beginnt in der Regel nicht vor dem sechsten Lebensjahr und dauert nicht länger als 1,5 Jahre.

Wie lange dauert eine Behandlung?

Die Frage, wie lange eine Zahn- bzw. Kieferstellungskorrektur dauert, kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Entscheidend für eine möglichst kurze Behandlungsdauer ist die aktive Mitarbeit des Patienten – Kinder müssen und können gut motiviert werden. Ohne Disziplin bleibt auch der erwünschte Erfolg aus und die Behandlungsdauer verlängert sich. In der Regel können Sie aber von einer Dauer von etwa drei Jahren ausgehen, manchmal dauert es aber auch länger.

Kosten und Kostenübernahme

Ist Ihr Kind unter 18 Jahren übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankversicherung ab Schweregrad 3 die kompletten Behandlungskosten. Behandlungen bei einem Schweregrad 1 oder 2 sind von der Kostenübernahme ausgeschlossen und müssen privat bezahlt werden.

Voraussetzung für die Übernahme ist, dass die Kasse den Behandlungsplan vor Beginn der Behandlung genehmigt hat. Die gesetzliche Krankenversicherung schreibt vor, dass Ihnen zunächst quartalsweise ein Eigenanteil von 20 Prozent der im jeweiligen Quartal entstandenen Behandlungskosten in Rechnung gestellt wird, bei Geschwisterkindern sind es 10 Prozent. Dieser Eigenanteil dient als eine Art Pfand oder Motivation, der gewährleisten soll, dass die Behandlung bis zum Abschluss durchgeführt wird. Am Ende der Behandlung bekommen Sie diesen Anteil zurückerstattet, sofern die Behandlung erfolgreich abgeschlossen wurde. Für die Rückerstattung ist eine Abschlussbescheinigung des Kieferorthopäden notwendig.

Was Sie selbst zahlen müssen

Die gesetzliche Krankenversicherung trägt ausschliesslich die Kosten einer Basisbehandlung – die hierbei von der Krankenkasse definierten Kriterien lauten „ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich“. Wünschen Sie über diese Basisbehandlung hinausgehende Leistungen, sogenannte außervertragliche Leistungen (AVL), müssen Sie deren Kosten selbst tragen. Die Kosten richten sich nach der privatzahnärztlichen Gebührenordnung (GOZ). Zu außervertraglichen Leistungen zählen zum Beispiel:

  • Glitzerzahnspangen
  • Transparente Brackets
  • Selbsligierende Brackets
  • Kleinere Brackets
  • Hochflexible Bögen
  • Bracketumfeldversiegelung
  • Retainer
  • Kiefergelenksdiagnostik / Funktionsanalyse (FAL)

Privatversichert? Das übernimmt Ihre Krankenversicherung

Auch die privaten Krankenversicherungen übernehmen bei Kindern unter 18 Jahren in den meisten Fällen die Kosten für kieferorthopädische Maßnahmen. Wie hoch die Kostenübernahme genau ist, hängt jedoch vom Tarif ab.

In den meisten Grundschutztarifen ist eine Kostenübernahme bei Kindern von 60 Prozent gewährleistet. Premiumtarife übernehmen häufig die Kosten zu 100 Prozent. In manchen Fällen gilt auch eine Höchstsumme bei allen Leistungen. Achten Sie außerdem auf die Regelung zur Zahlung von Zusatzleistungen.

Wie viel kostet eine kieferorthopädische Behandlung?

Je nach Befund können die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung stark variieren. Mit der Erstellung des Heil- und Kostenplans bzw. Behandlungsplans erhalten Sie eine Übersicht über die voraussichtlichen Kosten der Behandlung. Wichtig ist jedoch: Sie können Kosten für kieferorthopädische Behandlungen Ihres Kindes von der Steuer absetzen.

Kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG)

Fehlstellungen von Zähnen und Kiefern können sowohl genetischer als auch erworbener Natur sein. Um sie entsprechend ihres Behandlungsbedarfs einstufen zu können, wurden 2002 die Kieferorthopädischen Indikationsgruppen definiert. Sie bewerten die Fehlentwicklung in Millimetern.

Schweregrad 1 (KIG 1)

Es handelt sich dabei um leichte Fehlstellungen der Zähne, die lediglich ein ästhetisches, jedoch kein medizinisches Problem darstellen. Aus diesem Grund müssen die Kosten für eine Behandlung auch vom Patienten selbst getragen werden. Beispiele für „Schweregrad 1“-Fehlstellungen sind:

  • Distale Bisslage (obere Scheidezähne liegen vor den unteren) bis zu 3 Millimetern
  • Offener Biss (Abstand zwischen den Zahnkanten der Seitenzähne) bis zu 1 Millimeter
  • Tiefer Biss (obere Scheidezähne überlappen die unteren) von 1 bis 3 Millimetern
  • Zahn-Engstand mit Kontaktpunktabweichung von bis zu 1 Millimeter

Schweregrad 2 (KIG 2)

Bei dieser geringfügigen Zahnfehlstellung ist ein medizinischer Eingriff zwar sinnvoll, die Kosten werden jedoch nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Beispiele für „Schweregrad 2“-Fehlstellungen sind:

  • Distale Bisslage (obere Scheidezähne liegen vor den unteren) von 3 bis 6 Millimetern
  • Offener Biss (Abstand zwischen den Zahnkanten der Front- oder Seitenzähne) von über 1 bis zu 2 Millimetern
  • Tiefer Biss (obere Scheidezähne überlappen die unteren) von über 3 Millimetern. Gegebenenfalls berühren die unteren Schneidezähne das Zahnfleisch.
  • Kopfbiss (obere und untere Backenzähne stehen Höcker auf Höcker)
  • Zahn-Engstand mit Kontaktpunktabweichung von 1 bis zu 3 Millimetern
  • Platzmangel der Zähne mit einem Platzbedarf bis zu 3 Millimetern

Schweregrad 3 (KIG 3)

Eine Behandlung ist bei dieser ausgeprägten Zahnfehlstellung aus medizinischer Sicht notwendig. Daher werden die Behandlungskosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Beispiele für „Schweregrad 3“-Fehlstellungen sind:

  • Offener Biss (Abstand zwischen den Zahnkanten der Front- oder Seitenzähne) von über 2 bis zu 4 Millimetern
  • Tiefer Biss (obere Scheidezähne überlappen die unteren) von über 3 Millimetern. Die unteren Schneidezähne verletzen das Zahnfleisch.
  • Beidseitiger Kreuzbiss
  • Zahn-Engstand mit Kontaktpunktabweichung von 3 bis zu 5 Millimetern
  • Platzmangel der Zähne mit einem Platzbedarf von über 3 bis zu 4 Millimetern

Schweregrad 4 (KIG 4)

Hierbei handelt es sich um eine stark ausgeprägte Zahnfehlstellung, bei der eine medizinische Behandlung dringend erforderlich ist. Somit übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Beispiele für „Schweregrad 4“-Fehlstellungen sind:

  • Zahnunterzahl wegen Nichtanlage eines Zahnes oder Zahnverlust
  • Durchbruchsstörungen mit Retention eines Zahnes
  • Distale Bisslage (obere Scheidezähne liegen vor den unteren) von 6 bis 9 Millimetern
  • Mesiale Bisslage (untere Schneidezähne ragen vor die oberen) von bis zu 3 Millimetern
  • Offener Biss (Abstand zwischen den Zahnkanten der Front- oder Seitenzähne) durch schädliche Angewohnheiten von über 4 Millimetern
  • Bukkal- und Lingualokklusion (Oberkiefer-Seitenzähne stehen zu weit außen bzw. beißen außen vor die unteren Seitenzähne)
  • Einseitiger Kreuzbiss
  • Zahn-Engstand mit Kontaktpunktabweichung von über 5 Millimetern
  • Platzmangel der Zähne mit einem Platzbedarf von über 4 Millimetern

Schweregrad 5 (KIG 5)

Eine solche sehr stark ausgeprägte Fehlstellung sollte unter allen Umständen medizinisch behandelt werden. Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen. Beispiele für „Schweregrad 5“-Fehlstellungen sind:

  • Entwicklungsstörungen im Kopfbereich (Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte)
  • Durchbruchsstörungen mit Verlagerung eines Zahnes
  • Distale Bisslage (obere Scheidezähne liegen vor den unteren) von über 9 Millimetern
  • Mesiale Bisslage (untere Schneidezähne ragen vor die oberen) von über 3 Millimetern
  • Angeborener offener Biss (Abstand zwischen den Zahnkanten der Front- oder Seitenzähne) von über 4 Millimetern

Typische kieferorthopädische Behandlungsmöglichkeiten

Welche Behandlungsmethode der Kieferorthopäde wählt, hängt von der Art und Intensität der Fehlstellung ab. Die Behandlungspläne werden individuell auf jedes Kind abgestimmt.

Herausnehmbare, lockere Zahnspangen

Herausnehmbare Zahnspangen werden oft zu Beginn einer Behandlung eingesetzt. Sie bestehen aus einer Kunststoffbasis mit individuell geformten Elementen aus Edelstahldraht und werden im Ober- oder Unterkiefer angewendet. Oft dienen sie der Verbesserung der Breite und Form von Ober- oder Unterkiefer, sie können aber auch die Begradigung der Zähne unterstützen.

Lockere Spangen müssen mit einem kleinen Schlüssel regelmäßig nachgestellt und vom Kieferorthopäden kontrolliert werden. Sollte die Spange nicht richtig sitzen oder beschädigt werden, sollten Sie Ihren Kieferorthopäden kontaktieren.

Vorteile herausnehmbarer ZahnspangenNachteile herausnehmbarer Zahnspangen
Erleichterte Zahn- und SpangenhygieneMögliche Zahnbewegung ist geringer
Nachstellen zu Hause möglichBehandlungserfolg erst nach gewisser Tragedauer sichtbar
Auch anwendbar, wenn noch Milchzähne vorhanden sind (Wechselgebiss)Das Sprechen fällt schwerer
Tabelle: Vor- und Nachteile von herausnehmbaren Zahnspangen

Eine Sonderform dieser Zanhspangenart ist der Bionator. Locker im Mundraum liegend trainiert er ohne Druck den Ober- oder Unterkiefer, die Zunge oder die Lippen.

Feste Zahnspangen

Festsitzende Spangen werden vor allem zur Zahnstellungskorrektur eingesetzt, auf die Kieferstellung haben sie nur einen geringen Einfluss. Dazu werden kleine Plättchen (Brackets) aus Metall, Keramik oder Plastik direkt auf den Zahn geklebt und mit einem weichen, elastischen Draht miteinander verbunden.

In den regelmäßigen Kontrollterminen tauscht der Kieferorthopäde den vorhandenen Drahtbogen in einen Drahtbogen der nächsthöheren Stärke (Bogenwechsel).

Vorteile fester ZahnspangenNachteile fester Zahnspangen
Effektive und kontrollierte Zahnbewegung in alle Richtungen möglichErschwerte Zahn- und Spangenhygiene, dadurch erhöhtes Karies-Risiko
Bringen schneller sichtbaren ErfolgEin neuer Drahtbogen kann Schmerzen verursachen
Unabhängig von Mitarbeit des PatientenDruckstellen an Mundschleimhaut oder Bracketverlust möglich
Tabelle: Vor- und Nachteile von festen Zahnspangen

Ob eine herausnehmbare, eine festsitzende oder beide Zahnspangenarten nacheinander zum Einsatz kommen, hängt von der Art der Fehlstellung, dem Alter des Patienten und dem Verhältnis von Milch- und bleibenden Zähnen ab. Außerdem spielt die Bereitschaft zur Kooperation und die Mundhygiene des jungen Patienten eine große Rolle.

Stabilisierungsspangen

Nachdem die Korrektur der Zahn- oder Kieferstellung abgeschlossen ist, schliesst sich eine Stabilisierungsphase an, um möglicherweise noch lockere Zähne, die in ihre Ausgangsposition zurück möchten, an der neuen Position zu halten. Dafür werden Stabilisierungsspangen verwendet.

Diese sind in der Regel herausnehmbar und werden zu Anfang häufig, später weniger oft getragen. Die Stabilisierungsphase dauert mindestens ein Jahr.

Unsichtbare Zahnspangen

Wie bei Patienten im Erwachsenenalter so spielen auch bei Jugendichen die ästhetischen Aspekte während einer Zahn- oder Kieferstellungskorrektur eine immer wichtigere Rolle. Unsichtbare Zahnspangen kommen diesen Ansprüchen entgegen. Sie gibt es als feste innenliegende (Lingualtechnik bzw. Incognito™) sowie lockere (Aligner bzw. Invisalign®) Varianten.

Bei der Lingualtechnik bzw. Incognito™ handelt es sich um eine feste Zahnspange, deren Brackets nicht an der Außen-, sondern der Innenseite der Zähne angebracht werden. Die Funktionsweise ist aber gleich. Anfangs kann es zu Problemen bei der Aussprache kommen.

Bei Invisalign® trägt der Patient um die 22 Stunden am Tag dünne, unsichtbare Aligner-Schienen, die für eine kontinuierliche Zahnbewegung sorgen. Die Kunststoffschienen sind individuell an die anatomischen Gegebenheiten jedes Patienten angepasst. In jede Aligner-Schiene ist eine kleine Zahnbewegung eingearbeitet, so dass die Zähne nach und nach Richtung Endposition bewegt werden. Entsprechend müssen die Schienen alle sieben bis zehn Tage ausgetauscht werden.

Lückenhalter

Lückenhalter kommen bei Zahnverlust von Milchzähnen zum Einsatz, um einen späteren Platzmangel beim Nachschieben des bleibenden Gebisses vorzubeugen. Der Zahnverlust kann durch Unfälle oder durch Karies entstehen. Die Lückenhalter können festsitzende oder auch herausnehmbare Konstruktionen sein: Erstere werden meist für multiple Lücken, letztere für Einzelzahnlücken benutzt.

FAQ

Hier möchten wir auf Fragen eingehen, die wir als Kieferorthopäde für Kinder häufig hören:

✅ Wie kann man sein Kind bei der Behandlung unterstützen?

Wichtig für eine erfolgreiche Behandlung ist das Einhalten der Vorgaben des Kieferorthopäden. Achten Sie bei lockeren Zahnspangen zum Beispiel darauf, dass Ihr Kind die Spange regelmäßig trägt und in den vorgegebenen Abständen neu stellt.

Gerade bei festen Zahnspangen ist eine überdurchschnittlich gute Mundhygiene ausschlaggebend, da sonst Schäden an den Zähnen entstehen können. Sollte Ihr Kind durch den Druck Zahnschmerzen bekommen, ermutigen Sie es zum Weitermachen – nach beendeter Behandlung stellt sich häufig ein großer Selbstbewusstseinsschub bei den Kindern ein.

✅ Ist die Gefahr von Karies durch die Behandlung größer?

Gerade bei festsitzenden Zahnspangen ist das Reinigen der Zähne schwieriger. Ist keine ausreichende Zahnhygiene gegeben, erhöht sich somit auch das Risiko für Karies. Gutes Zähne- und Spangeputzen ist also unumgänglich und schützt vor Karies.

Umso wichtiger ist es, die Behandlung möglichst kurz zu halten: Regelmäßige Kontrolltermine bei Zahnarzt und Kieferorthopäde tragen zum Behandlungserfolg bei und zeigen falsche Mundhygiene auf. Auch eine Bracketumfeldversiegelung bietet erhöhten Kariesschutz, jedoch gilt sie als Zusatzleistung und ist nicht in der Kassenleistung inbegriffen.

✅ Wie kann die Zahnspange gereinigt werden?

Das richtige Reinigen der Zahnspange ist von der Art dieser abhängig. Egal welche Variante Ihr Kind trägt: Die Zähne sollten in jedem Fall regelmäßig und gründlich geputzt werden, da durch das Tragen der Zahnspange Speichel und Essensreste noch stärker im Mundraum hängenbleiben und die Zähne angreifen.

Elektrische Zahnbürsten erhöhen den Putzerfolg meist um ein Vielfaches – und sorgen häufig auch für mehr Spaß beim Zähneputzen.
Lockere Zahnspangen lassen sich relativ einfach reinigen: Einfach mit Zahnbüste und Zahnpasta täglich genauso wie die Zähne putzen.

Bei festsitzenden Zahnspangen gestaltet sich das Zähneputzen als schwieriger. Um hier die Beläge bestmöglich zu entfernen, empfehlen sich Ortho-Bürsten, Interdentalraumbürsten und spezielle Zahnseide. Wie genau das funktioniert, zeigt Ihnen und Ihren Kindern Ihr Kieferorthopäde. Außerdem sollte Ihr Kind nach jeder Mahlzeit den Mund sorgfältig ausspülen und regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung gehen.

✅ Gibt es Schmerzen bei der Behandlung bzw. durch die Spange und was kann man dagegen tun?

Leichte Schmerzen können beim Tragen von Zahnspangen hin und wieder auftreten, besonders dann, wenn der Druck durch einen neuen Drahtbogen oder das Weiterstellen gerade erhöht wurde. Druckbeschwerden oder Spannungsgefühl legen sich in der Regel aber innerhalb kurzer Zeit. Außerdem kann es zu kleinen wunden Stellen an Lippen und Zunge kommen. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase klingen diese Beschwerden aber schnell ab.

Kleinere Brackets oder besonders flexible Bögen können das Risiko von Spannungsgefühlen verringern, sind jedoch keine Kassenleistung.

✅ Weisheitszähne und kieferorthopädische Behandlung – was gibt es zu beachten?

Der Durchbruch der Weisheitszähne erfolgt meist frühestens im Alter von 18 Jahren. Eine direkte Beeinflussung der kieferorthopädischen Behandlung bei Kindern durch den Durchbruch der Weisheitszähne ist daher sehr unwahrscheinlich.

Dennoch sollte bei Abschluss der kieferorthopädischen Behandlung die Stellung der Weisheitszähne anhand eines Übersichts-Röntgenbildes (OPG) beurteilt werden. Gegebenenfalls ist es ratsam, die Weisheitszähne zu entfernen, um eine Verschiebung der anderen Zähne durch den späteren Durchbruch der Weisheitszähne zu verhindern.

Meist werden kieferorthopädische Maßnahmen bereits im Kindes- bzw. Jugendalter ergriffen. Doch auch als Erwachsener kann eine solche Behandlung sinnvoll und möglich sein. Über welche Maßnahmen Sie aus medizinischer oder ästhetischer Sicht unbedingt nachdenken sollten, wie tief Sie dafür in die Tasche greifen müssen und welche Aussicht auf Erfolg es gibt, lesen Sie in diesem Beitrag.

KFO für Erwachsene in München

Sie sind über 18 Jahre alt und denken über eine kieferorthopädische Behandlung nach, sind sich aber unsicher, ob diese überhaupt noch möglich und sinnvoll ist? Wir sagen Ihnen, wie es sich mit Ihrer Zahn- und Kieferstellung verhält, denn für eine kieferorthopädische Korrektur ist es nie zu spät! Vereinbaren Sie einfach einen kostenfreien und unverbindlichen Beratungstermin – die Abstimmung verläuft schnell und Ihnen wird jegliche Hilfestellung zur Verfügung stehen.

Lassen Sie sich über die möglichen Behandlungsmethoden beraten und profitieren Sie von modernsten Techniken wie dem 3D-Scan, um mögliche Behandlungsergebnisse zu simulieren. So können Sie und wir uns ein umfangreiches Bild des Ist-Zustandes machen und den bestmöglichen Behandlungsplan für Sie entwickeln.

Sprechen Sie mit uns, wir freuen uns auf Sie: Jetzt kostenfreien Beratungstermin vereinbaren.

Wann eine KFO-Behandlung bei Erwachsenen vorgenommen wird

Der gesamte Kauapparat hat Einfluss auf Körpersysteme wie Verdauung und Herz-Kreislauf – stehen Zähne schief oder können Ober- und Unterkiefer nicht regelrecht aufeinanderbeißen, kann dies folgenschwere Probleme mit sich bringen. Außerdem wirken sich Zahn- und Kieferfehlstellungen langfristig auch auf die Kiefergelenke, das Zahnfleisch und die Kieferknochen aus. Hinzu kommen möglicherweise Beeinträchtigungen der Sprache und außerdem der ästhetische Aspekt. Genug Gründe, weshalb auch Erwachsene über eine kieferorthopädische Behandlung nachdenken sollten.

Hierbei kann es sich um folgende Korrekturen handeln:

  • Zusammenbiss korrigieren
  • Zahnstände begradigen
  • Lücken schließen
  • Engstände beheben
  • Kiefergelenksbeschwerden lindern

Grundsätzlich ist eine Behandlung in jedem Alter möglich, jedoch sind im Erwachsenenalter einige Besonderheiten zu beachten. Ob eine Behandlung sinnvoll und möglich ist, zeigt sich bei der Untersuchung durch Ihren Kieferorthopäden. Er ermittelt die Beschaffenheit von Zähnen, Zahnfleisch und Kieferknochen und gibt Ihnen eine persönliche Einschätzung.

Dauer der Behandlung und Erfolgskriterien

Für eine Erwachsenenbehandlung durch einen Kieferorthopäden sollten Sie je nach Ausprägung Ihrer Zahnfehlstellung sechs Monate bis eineinhalb Jahre einplanen. Für eine effiziente Behandlung und eine möglichst kurze Behandlungsdauer ist eine gute Planung das A und O. Die gesamte Behandlung unterteilt sich in mehrere Phasen:

  1. Erstberatung, Behandlungsplanung, Planbesprechung
  2. Aktive kieferorthopädische Behandlung
  3. Bei etwa 5% bis 10% aller Erwachsenenbehandlungen erforderlich: chirurgische Maßnahmen durch einen Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen. Diese erfolgen meist etwa in der Mitte der aktiven kieferorthopädischen Behandlung.
  4. Kieferorthopädische Feineinstellung
  5. Stabilisierung

So führt die Behandlung zum Erfolg

Wie auch bei Kindern wirkt sich auch bei Erwachsenen eine gute Mitarbeit auf das Ergebnis und die Dauer der Behandlung aus – herausnehmbare Zahnspangen bzw. Aligner-Schienen (z.B. Invisalign®) sollten regelmäßig nach Vorschrift getragen werden. Für die Nachjustierung von festsitzenden Zahnspangen ist ein regelmäßiger Besuch beim Kieferorthopäden Grundvoraussetzung für den Erfolg.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist eine gute Mundhygiene besonders bei festen Zahnspangen überdurchschnittlich wichtig, da sich um die Brackets Speisereste leichter festsetzen und sich so vermehrt Belege bilden können. Dies wiederum kann zu Karies, Entkalkung und Entzündungen des Zahnfleisches führen.

Übrigens: Sollten Sie rauchen und eine kieferorthopädische Korrektur in Erwägung ziehen oder sich bereits in Behandlung befinden, sollten Sie eventuell darüber nachdenken, das Rauchen aufzugeben, da die Giftstoffe im Tabakrauch das Risiko des Knochenabbaus erhöhen.

Am Ende jeder Behandlung steht die Stabilisierungsphase. Diese verhindert, dass sich Ihre Zähne wieder in die Ausgangsposition zurückverschieben. Im Anschluss wird, wenn möglich, ein stabilisierender Draht – der sogenannte Retainer – an der Innenseite der Frontzähne eingesetzt. Zusätzlich bekommen Sie eine herausnehmbare Stabilisierungsschiene, die Sie nur in der Nacht tragen.

Typische Behandlungswege bei Erwachsenen

Wie bei Kindern gibt es auch bei der kieferorthopädischen Behandlung von Erwachsenen verschiedene Möglichkeiten. Bei Kindern und Jugendlichen kommt meist die herkömmliche feste Zahnspange, deren Brackets direkt auf die Zähne aufgeklebt und untereinander mit einem sogenannten Bogen verbunden werden, zum Einsatz. Gerade im Erwachsenenalter sind häufig dezenterer Lösungen gefragt. Folgende Zahnspangentypen sind möglich:

  1. Herausnehmbare, durchsichtige Aligner-Schienen (z.B. Invisalign®)
  2. Feste Zahnspangen mit besonders kleinen Metall- oder Keramikbrackets
  3. Feste, unsichtbare Zahnspangen auf der Innenseite der Zähne (z.B. Incognito™)

Fast unsichtbar: herausnehmbare Aligner-Schienen

Durchsichtige Aligner-Schienen sind bei Erwachsenen aufgrund ihrer Unauffälligkeit sehr beliebt. Sie erhalten je nach Umfang der Behandlung einen Satz von etwa 12 bis 50 Schienen, die jeweils nur rund eine Woche getragen werden. In jede Schiene ist eine kleine Zahnbewegung eingearbeitet, mit der Ihre Zähne nach und nach in Richtung Endposition bewegt werden. Die durchsichtigen Schienen müssen 22 Stunden am Tag getragen werden. Beim Essen, Trinken und zur Mundhygiene können sie herausgenommen und anschließend wieder eingesetzt werden.

Metall- oder Keramikbrackets: feste Zahnspangen für Erwachsene

Damit die Brackets, also die Blättchen, die direkt auf die Außenseite der Zähne geklebt werden, möglichst unauffällig sind, gibt es sie auch aus Keramik mit zahnfarbener Oberfläche – besonders beliebt bei Jugendlichen und Erwachsenen. Ebenfalls können Bögen in Zahnfarbe verwendet werden. Die klassischen Metallbrackets gibt es zudem auch in einer besonders kleinen und flachen Ausführung.

Die Lingualtechnik: innenliegende Zahnspangen

Eine feste und dennoch vollkommen unsichtbare Methode ist die Lingualtechnik, bei der die Brackets nicht außen, sondern auf der Innenseite der Zähne aufgebracht werden. Sehr positiv: Von außen ist die Zahnspange somit überhaupt nicht zu sehen. Ein kleiner Nachteil: Sie müssen sich besonders beim Sprechen zunächst daran gewöhnen – gerade S- und C-Laute können zu Anfang schwerer auszusprechen sein.

Kosten und Übernahme der Kosten

Für erwachsene Patienten werden, im Gegensatz zu vielen Behandlungen im Kinder- und Jugendalter, kieferorthopädische Maßnahmen nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Wie viel Sie genau für Ihre Korrektur einplanen müssen, hängt von Ihrem individuellen Befund, der Dauer, dem verwendeten Material und dem Nachsorgeaufwand ab. Bei kleineren Korrekturen mit einer festen Zahnspange müssen Sie mit 1.800 bis 2.500 Euro für einen Kiefer rechnen. Bei einer Komplettbehandlung im Ober- und Unterkiefer mit ästhetisch anspruchsvolleren Behandlungsmethoden können sich die Kosten auf bis zu 8.000 Euro belaufen.

Eine positive Nachricht gibt es jedoch: Kieferorthopädische Behandlungen sind steuerlich absetzbar. Sie können sie in Ihrer Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastung angeben.

Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen

In Einzelfällen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten. Dies ist jedoch nur bei schweren Kieferanomalien, bei denen sowohl kieferorthopädische als auch chirurgische Maßnahmen (Dysgnathie-Operation) ergriffen werden müssen, möglich. Grundlage für die Einstufung sind hier die kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG), die die Zahn- und Kieferfehlstellungen in Schweregruppen unterteilen. Bei einer Einstufung in eine entsprechend hohe KIG-Stufe wird die Zahnregulierung übernommen. Dies betrifft zum Beispiel folgende Befunde:

  • Retrognathie (Unterkiefer ist stark verkürzt und sitzt weit hinter dem Oberkiefer)
  • Prognathie (Unterkiefer ist stark verlängert und liegt weit vor dem Oberkiefer)
  • Stark offener Biss (Frontzähne von Ober- und Unterkiefer haben beim Zubeißen keinen Kontakt, Abbeißen ist deutlich erschwert)
  • Lippen-, Kiefer- oder Gaumenspalte (wird meist jedoch bereits im Kleinkindalter korrigiert)
  • Verletzungsbedingte Kieferfehlstellungen

Sollten die Kosten komplett von der Krankenkasse übernommen werden, zahlen Sie zunächst 20 Prozent der Behandlung selbst. Nach erfolgreicher Behandlung werden Ihnen diese Kosten zurückerstattet.

Kostenübernahme durch private Krankenversicherungen

Bei privaten Krankenversicherungen entscheiden Befund und Tarif über die Kostenübernahme kieferorthopädischer Maßnahmen. Je höher die tarifliche Einstufung, umso umfangreicher ist die Erstattung der Kosten – die Sätze liegen meist bei 60 bis 85 Prozent. In Premiumtarifen können auch bis zu 100 Prozent übernommen werden. Lassen Sie sich zunächst einen Behandlungsplan aufstellen und die medizinische Notwendigkeit der Behandlung nachweisen. Unterliegt die Behandlung ausschließlich der ästhetischen Notwendigkeit, haben Sie nur mit enormem Glück Anspruch auf eine Kostenübernahme im Erwachsenenalter.

Private Zahnzusatzversicherung

Eine private Zahnzusatzversicherung kann helfen: So übernimmt zum Beispiel die DFV-ZahnSchutz als eine der wenigen Zahnzusatzversicherungen kieferorthopädische Behandlungen. Hundert Prozent werden aber auch da nur in einer Tarifvariante übernommen. Wichtig ist, dass die Zusatzversicherung abgeschlossen wurde, bevor die Erstberatung beim Kieferorthopäden stattgefunden hat bzw. bevor der zahnärztliche Befund mit einer Überweisung zum Kieferorthopäden ausgestellt wurde.

Kieferorthopädische Behandlung: Unterschiede bei Erwachsenen & Kindern

Während Kinder und Jugendliche oft stolz auf ihre mitunter bunten Brackets und futuristisch wirkenden Drähte im Mund sind, legen Erwachsene häufig mehr Wert auf die Ästhetik von Zahnspangen. Dies führt zu unterschiedlichen Behandlungsmethoden bei Kindern und Erwachsenen: Letztere bevorzugen dezente Spangen, wie etwa Aligner-Schienen (z.B. Invisalign®), innenliegende feste Apparaturen (z.B. Incognito™) oder zumindest zahnfarbene oder Mini-Brackets.

Der wesentlichere Unterschied in der kieferorthopädischen Behandlung von Erwachsenen im Vergleich zu jüngeren Patienten liegt jedoch in der Herausforderung für die Kieferorthopäden, da die Kieferknochen bei Erwachsenen bereits stärker verfestigt und die Gewebereaktionen altersbedingt eingeschränkt sind. Dies kann zu einer längeren Behandlungsdauer führen. Ein weiterer Faktor, der die Behandlung erschweren kann, sind fehlende, lockere oder schadhafte Zähne sowie Entzündungen des Zahnfleisches oder des Zahnhalteapparates. Dennoch sind kieferorthopädische Maßnahmen in nahezu jedem Alter möglich.

FAQ

✅ Gibt es Schmerzen bei der Behandlung?

Kieferorthopädische Behandlungen können zu Beginn etwas unangenehm, aber nur in den seltensten Fällen schmerzhaft sein. Die Zähne und das Zahnfleisch müssen sich zunächst an die Zahnspange gewöhnen – und dies meist erneut, wenn diese neu eingestellt wurde. In den ersten Tagen können weiche Mahlzeiten wie Joghurt oder Suppen die Nahrungsaufnahme erleichtern. Vermeiden Sie zudem säurehaltige Getränke und Speisen zu Beginn der Behandlung. Nach wenigen Tagen ist die Eingewöhnung vollendet und die Druckschmerzen sollten nachlassen. Auch leichte Schmerzmittel können zur Linderung eingesetzt werden. Desinfizierende Mundspülungen helfen bei entzündetem Zahnfleisch sowie kleineren Verletzungen an Lippen und Zunge.

✅ Zahnspange reinigen: Was ist bei der Mund- und Spangenhygiene zu beachten?

Die Pflege der Zahnspange und Zahnhygiene sind bei lockeren Varianten bzw. Aligner-Schienen sehr viel einfacher als bei festen Modellen. Hier putzen Sie Ihre Zähne wie gewohnt und säubern ebenfalls die Spange oder Schiene mit der Zahnbürste und Zahnpasta.

Bei festen Zahnspangen sollten Sie zu Ihrer herkömmlichen Putzroutine mehr Zeit einplanen. Spülen sie den Mund nach jeder Mahlzeit gut aus. Putzen Sie vorbereitend mit der Zahnbürste zwischen den Drähten hin und her, anschließend erfolgt die normale Säuberung mit Zahnbürste und Zahnpasta. Anschließend reinigen Sie mit einer Interdentalbürste die Räume unter den Metallbögen und zwischen den Brackets. Verwenden Sie unterstützend Mundspülungen. Achten Sie beim Putzen vor allem auf die Kontaktpunkte der einzelnen Konstruktionselemente.

✅ Gibt es ein Höchstalter für kieferorthopädische Behandlungen?

Es gibt keine Hindernisse, nicht auch als Erwachsener kieferorthopädische Maßnahmen zu ergreifen. Ihre physischen Voraussetzungen schließen eine Behandlung nicht aus. Lediglich die Wege zum Erfolg unterscheiden sich von denen bei Kindern und Jugendlichen. Und auch gegen die eventuell als unästhetisch wahrgenommene Zahnspange gibt es zwei Argumente: Erstens sind schiefe Zähne weitaus unästhetischer als eine Zahnspange und zudem dauerhaft. Und zweitens gibt es mittlerweile dezente Alternativen, die kaum oder gar nicht auffallen. Dazu zählen Aligner-Zahnschienen, innenliegende Zahnspangen oder Mini- sowie zahnfarbene Brackets.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, mit ihrem Kind einen Kieferorthopäden aufzusuchen?

Oftmals suchen Eltern mit ihren Kindern erst dann eine kieferorthopädische Praxis auf, wenn alle Milchzähne schon herausgefallen und alle bleibenden Zähne durchgebrochen sind. Dies kann sich als Fehler herausstellen, der in Stellungsanomalien von Zähnen und Kiefern resultieren kann. Solche Stellungsanomalien lassen sich dann im Kindesalter nur mit viel zusätzlichem Aufwand oder später im Erwachsenenalter lediglich durch eine kieferorthopädische Behandlung in Kombination mit einem kieferchirurgischen Eingriff korrigieren. Aus diesem Grund ist es ratsam, mit Ihrem Kind so früh wie möglich einen Kieferorthopäden aufzusuchen. Aber wann genau ist denn der richtige Zeitpunkt?

Frühbehandlung

Bei einigen Kindern machen sich Stellungsanomalien von Zähnen und Kiefern schon in einem sehr frühen Alter bemerkbar. Wenn Ihnen als Eltern im Milchgebiss oder im frühen Wechselgebiss Ihres Kindes eines oder mehrere der folgenden Merkmale auffallen, ist es ratsam, einen Kieferorthopäden aufzusuchen:

  • Die Frontzähne stehen sehr weit nach vorn. (Gefahr eines Frontzahntraumas)
  • Es liegt ein frontal offener Biss vor. (Frontzähne von Ober- und Unterkiefer berühren sich nicht, z. B. bei Gewohnheiten wie Daumenlutschen oder Zungeneinlagerung)
  • Ihr Kind hat einen frontalen Kreuzbiss, ausgelöst durch eine Überentwicklung des Unterkiefers oder Unterentwicklung des Oberkiefers. (untere Frontzähne stehen vor den oberen Frontzähnen)
  • Es handelt sich um einen seitlichen Kreuzbiss. (Seitenzähne des Unterkiefers stehen außerhalb der Seitenzähne des Oberkiefers)
  • Bei Ihrem Kind sind Milchzähne zu früh verloren gegangen (z. B. durch Karies) und die bleibenden Zähne brechen dadurch an der falschen Stelle (z. B. am Gaumen) durch.

In diesen Fällen sollte schon ab dem sechsten Lebensjahr eine kieferorthopädische Praxis aufgesucht und eine Behandlung, zum Beispiel mithilfe einer herausnehmbaren Zahnspange, begonnen werden. In dieser frühkindlichen Phase lässt sich das beginnende Kieferwachstum optimal zugunsten der Behandlung lenken und Spätfolgen können somit vermieden werden. Im Rahmen einer solchen Frühbehandlung wird bei Ihrem Kind eine kurze Untersuchung durchgeführt und es werden Fotos sowie ein Abdruck von Ober- und Unterkiefer mit einem weichen, wohlschmeckenden Abdruckmaterial erstellt. Wir beraten Sie gern vor Ihrem ersten Termin in Bezug auf mögliche Übungen, damit Ihr Kind bestmöglich vorbereitet ist. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen digitalen 3D-Scan von Ober- und Unterkiefer – ganz ohne Abdruck – anzufertigen.

Hauptbehandlung

Weist Ihr Kind keines der oben genannten Merkmale auf, ist es dennoch empfehlenswert, im Alter von circa neun Jahren bei einem Kieferorthopäden vorstellig zu werden, da der Blick eines Experten oftmals noch andere dentale und skelettale Probleme erkennt, die dem ungeschulten Auge der Eltern entgehen.

  • Wenn Behandlungsbedarf besteht, werden alle Vorbereitungen getroffen, um die kieferorthopädische Behandlung mit neun Jahren zu beginnen.
  • Dies ist sinnvoll, da das Wachstum des Kiefers in diesem Alter noch optimal beeinflusst werden kann. Somit soll ein überschießendes Wachstum gehemmt oder aber ein zu langsames Wachstum des Kiefers beschleunigt werden.
  • Da der Wachstums-Höhepunkt bei Mädchen um das elfte, bei Jungen um das dreizehnte Lebensjahr erreicht wird, ist es vorteilhaft, vor diesem Zeitpunkt mit der Behandlung zu beginnen.

Vorteile eines frühen Behandlungsbeginns

  • Ein weiterer Vorteil des Behandlungsbeginns im sogenannten Wechselgebiss ist die Ausnutzung des „Leeway Space“. Dies ist eine natürlich vorkommende Platzreserve im Seitenzahnbereich, die daraus resultiert, dass die Milchzähne im Seitenzahnbereich größer und voluminöser aufgebaut sind als die ihnen nachfolgenden bleibenden Zähne. Durch Halten dieser Platzreserven können Engstände der Frontzähne einfacher aufgelöst und komplikationsreiche Behandlungen vermieden werden.
  • Darüber hinaus können sich Fehlstellungen von Zähnen und Kiefern – ohne kieferorthopädische Interaktion – im Laufe der Jugend noch verstärken. Beispielsweise kann durch ein falsch antrainiertes Schluckmuster im Laufe der Kindheit ein stark offener Biss entstehen, der die Sprachbildung negativ beeinträchtigt. Eine interdisziplinäre Behandlung durch einen Kieferorthopäden zusammen mit einem Logopäden ist in solchen Fällen unabdingbar.
  • Des Weiteren kann ein unbehandelter Fehlbiss schon im Kindesalter zu fortschreitenden Kiefergelenkproblemen und Zahnfleischrückgang führen. Der Kieferorthopäde kann durch frühzeitige Funktionsanalyse der Kiefergelenke und Verbesserung der Bisslage solchen schwerwiegenden Folgen ohne großen Aufwand entgegenwirken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es generell keinen „zu frühen Besuch“ in der kieferorthopädischen Praxis gibt. Eine Früherkennung der meisten dentalen und skelettalen Probleme kann somit eine langwierige und komplikationsreiche Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt verhindern.

Aufgrund der enormen Fortschritte, die im Bereich der Kieferorthopädie in den letzten Jahren gemacht wurden, suchen nicht nur Kinder, sondern auch immer mehr Erwachsene einen Kieferorthopäden auf. Die Behandlungsmaßnahmen sind bei Kindern und Erwachsenen jedoch deutlich unterschiedlich. Im Folgenden erläutern wir die Hauptunterschiede zwischen einer KFO-Behandlung bei Erwachsenen und Kindern bzw. Jugendlichen:

Altersspezifische Merkmale

Erwachsene Patienten leiden oft an oralen Erkrankungen, die bei jüngeren Patienten eher selten vorkommen. Dazu gehören unter anderem interradiulärer Knochenverlust, der in Bezug auf eine ausreichende Blutversorgung der Zahnwurzeln von Bedeutung ist, das Vorhandensein leichter Zahnfleischentzündungen sowie marginaler Knochenverlust (Gingivitis und/oder Parodontitis). Des Weiteren ist der erwachsene Kieferknochen härter und Umbauvorgänge dauern dadurch generell länger. Diese Eigenschaften führen oft dazu, dass Zähne bei Erwachsenen insgesamt langsamer bewegt werden als bei Kindern, was in einer etwas aufwändigeren Behandlung resultieren kann.

Bisskorrektur

Einer der Gründe, warum erwachsene Patienten eine kieferorthopädische Behandlung benötigen, ist die Korrektur eines Fehlbisses. Dabei kann es bei einigen erwachsenen Patienten notwendig sein, ein oder mehrere Zähne zu ziehen, um eine korrekte Bisslage herstellen zu können. Des Weiteren sind bei etwas älteren Patienten teilweise schon Abnutzungen der Zähne vorhanden, was zum Beispiel einen Überbiss verstärken kann. Deshalb ist es bei einer Behandlung von Erwachsenen oft nicht sinnvoll, den Biss lehrbuchgetreu einzustellen. Vielmehr wird auf ästhetische und funktionelle Gesichtspunkte Wert gelegt.

Vergangene Zahnextraktionen

Vielen erwachsenen Patienten wurden in der Vergangenheit bereits Zähne entfernt. Dies kann für den Kieferorthopäden eine zusätzliche Herausforderung bei der Behandlungsplanung darstellen. An den Stellen im Kiefer, an denen in der Vergangenheit ein Zahn entfernt wurde (Extraktionsalveolen), ist die Dichte von Knochengewebe geringer. Deshalb ist es unter Umständen nicht sinnvoll, die zu bewegenden Zähne ohne vorherigen Knochenaufbau dorthin zu platzieren. Auch das Schließen und geschlossen Halten von Zahnlücken, die durch Zahnentfernungen entstanden sind, ist bei Erwachsenen teilweise anspruchsvoller, da erwachsener Knochen weniger stark auf Druck reagiert als wachsender, jugendlicher Knochen.

Kariesrisiko und Entkalkungen

Viele kieferorthopädische Apparaturen werden mit Zahnzement auf der Außen- oder Innenseite der Zähne befestigt. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, während der kieferorthopädischen Behandlung auf eine strenge Mundhygiene zu achten. Dies minimiert das Kariesrisiko und verhindert eine Entkalkung der Zähne.

Resorptionen

Während einer kieferorthopädischen Behandlung ist das Risiko von Wurzelresorptionen bei erwachsenen Patienten generell höher als bei Kindern und Jugendlichen. Im Fall einer Wurzelresorption beginnt der Körper damit, Teile der Zahnwurzel abzubauen, und der Zahn verliert dadurch seine feste Verankerung in seinem Zahnfach. Eine Lockerung der Zähne ist die Folge. Die kieferorthopädische Forschung beschreibt, dass genetische Faktoren, Gewohnheiten und die Qualität der Zahnwurzeln Resorptionen begünstigen können. Auch wenn die Behandlung zu schnell oder mit zu großem Druck durchgeführt wird, ist es möglich, dass die Zähne gelockert und im schlimmsten Fall nicht mehr erhalten werden können. Aus diesem Grund ist eine genaue Überwachung durch den Kieferorthopäden unabdingbar, was vor allem durch regelmäßige Kontrollen gewährleistet werden kann.

Kiefergelenkserkrankungen

Erwachsene Patienten haben, im Vergleich zu Kindern, ein erhöhtes Risiko für Kiefergelenkserkrankungen, die auch während einer konventionellen kieferorthopädischen Behandlung auftreten können. Es ist wichtig, dass der Kieferorthopäde das Risiko für eine Kiefergelenkserkrankung individuell einschätzt, bevor eine Behandlung begonnen wird. Dies kann zum Beispiel mithilfe einer Kiefergelenksvermessung (Funktionsanalyse) erfolgen.

Psychosoziale Faktoren

Es gibt eine Reihe von psychologischen und sozialen Faktoren, die sich – besonders bei Erwachsenen – auf die kieferorthopädische Behandlung auswirken können. Dazu gehören unter anderem:

  • Erwartungen an die Behandlung bzw. das Behandlungsergebnis
  • Ästhetische Bedenken beim Tragen von festsitzenden Apparaturen
  • Beschwerden beim Tragen von festsitzenden oder herausnehmbaren Geräten
  • Mitwirkung des Patienten bei der kieferorthopädischen Behandlung („Compliance“)

Erwachsene Patienten haben oft die Erwartung, in möglichst kurzer Zeit und ohne großen Aufwand ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Auch möchten viele Erwachsene von ihrem Kieferorthopäden Detailwissen über den Behandlungsablauf erhalten und wissen, warum manche Behandlungsschritte notwendig sind und andere nicht. Des Weiteren möchten erwachsene Patienten üblicherweise transparent über die Kosten jedes einzelnen Behandlungsschritts aufgeklärt werden.

Da Erwachsene heute bereits einen Großteil aller Patienten ausmachen, richten bereits viele Praxen eine erhöhte Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Besonderheiten und Bedürfnisse, die bei einer Behandlung von Erwachsenen angebracht sind.

Für eine optimale Zahngesundheit ist die richtige Reinigung der Zahnspange unabdingbar. Da Ihr Kind den Tag wahrscheinlich nicht mehr erwarten kann, an dem die Zahnspange endlich entfernt wird, ist es umso wichtiger, dass es seine Zähne während der Tragedauer der Zahnspange bestmöglich reinigt. Durch folgende Maßnahmen können Karies oder Verfärbungen um die Brackets herum vermieden werden:

Mund ausspülen und Zähneputzen

Lassen Sie Ihr Kind drei- bis viermal am Tag den Mund mit Wasser ausspülen, um versehentlich in der Zahnspange hängen gebliebenes Essen zu entfernen. Anschließend sollten die Zähne geputzt werden. Wir empfehlen, die Frequenz des Zähneputzens während des Tragens einer festen Zahnspange zu erhöhen, da sich innerhalb sowie auch hinter der Zahnspange Speisereste ansammeln können, wodurch im schlimmsten Fall Taschenbildung und Zerfall des Zahnhalteapparates begünstigt werden können. Ihr Kind sollte jeden Abend nach dem Zähneputzen und vor dem Schlafengehen den Mund mit einer Mundspüllösung ausspülen, um eine optimale Zahnspangen Hygiene zu gewährleisten.

Verwendung von Zahnseide

Einmal am Tag sollten Sie Ihrem Kind dabei helfen, Zahnseide zu verwenden, da diese Aufgabe mit einer festen Zahnspange schwierig sein kann. Die Verwendung von Zahnseide hilft dabei, Speisereste und Plaque am und unter dem Zahnfleischrand zu beseitigen, die sonst zur Zahnsteinbildung beitragen und einen unangenehmen Geruch verursachen können. Zahnseide hilft außerdem dabei, die Stellen der Zähne zu erreichen, an die man mit der Zahnbürste nur schwer herankommt.

Professionelle Zahnreinigung für eine optimale Zahnspangen Hygiene

Auch während einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung empfehlen wir, dass Sie mit Ihrem Kind alle sechs Monate zu einem Zahnarzt gehen, um Karies auszuschließen und die Zähne professionell reinigen zu lassen. Der Zahnarzt kann Ihnen und Ihrem Kind noch Stellen an den Zähnen zeigen, die besondere Aufmerksamkeit benötigen, und erklärt Ihnen, wie man diese Bereiche ideal reinigen kann.

Perfekte Zahnspangen Hygiene auch außer Haus

Zuhause fällt es leicht, die Zähne und die Zahnspange sauber zu halten. Ist Ihr Kind jedoch in der Schule oder auf einer Klassenfahrt, ist das natürlich eine große Herausforderung. Wenn Sie Ihrem Kind eine Reisezahnbürste und Zahnpasta in die Schule mitgeben, kann es sich einfacher daran gewöhnen, auch dort jeden Tag nach dem Mittagessen den Mund auszuspülen und seine Zähne zu putzen. Wenn Ihr Kind einen Ausflug mit der Schule macht oder auf einer Klassenfahrt ist, sollte es sich Zeit für eine gute Zahnspangen Hygiene nehmen, da ansonsten unangenehme Gerüche entstehen können und die Kariesbildung begünstigt werden kann.

Vor dem Besuch einer kieferorthopädischen Praxis tauchen viele Fragen auf. Einige Patienten sind beispielsweise unsicher, ob sie im Erwachsenenalter noch eine Chance auf eine Zahnkorrektur haben, wie viel Geld sie dafür investieren müssen, oder ab welchem Alter ein Kind beim Kieferorthopäden vorgestellt werden sollte. Sollte ihm generell jedes Kind vorgestellt werden oder nur diejenigen, die Auffälligkeiten an Zähnen, Kiefer oder auch Sprachauffälligkeiten aufweisen?

Uns ist bewusst, dass unser Beruf und unsere Leidenschaft, die Kieferorthopädie, für viele Menschen „ein Buch mit sieben Siegeln“ ist. Darum geben wir hier Antworten auf häufige Fragen unserer Patienten rund um das Thema „Zahnspange in München“ und hoffen, so ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Zahnspange in München

Gesunde Zähne und ein strahlendes Lächeln sind attraktiv, unterstützen das persönliche Wohlbefinden, öffnen Türen im Beruf und können helfen, hohe Kosten für Zahnkorrekturen im Alter einzusparen. Bei uns erhalten Sie Ihre Zahnspange in München: Auf Wunsch unsichtbar, komfortabel und auf ein optimales Ergebnis ausgerichtet!

  • Moderne Praxis im Herzen Münchens: Gut erreichbar, bestens bewertet und mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten.
  • Behandlung für Kinder und Erwachsene: Feste oder unsichtbare Zahnspangen. Kostentransparenz und optimale Beratung sind stets garantiert.

Sprechen Sie mit uns, wir freuen uns auf Sie: Jetzt kostenfreien Beratungstermin vereinbaren.


Zahnspange für Kinder

Ab wann bekommen Kinder Zahnspangen?

Einen ersten Kontrolltermin in unserer kieferorthopädischen Praxis empfehlen wir mit etwa 6 Jahren. Je früher bestimmte Kieferfehlstellungen oder sonstige Abweichungen der Zähne und Kiefer von der Norm festgestellt werden können, desto grösser sind die Erfolgsaussichten einer kieferorthopädischen Behandlung.

Was wird beim Ersttermin untersucht?

Beim Ersttermin zu Ihrer Zahnspange in München kontrollieren wir Zähne, Zahnstellung, die Platzverhältnisse im Mund und das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer. Somit sehen wir schnell, ob bei Ihrem Kind eine kieferorthopädische Behandlung angezeigt ist und, wenn ja, wann der beste Zeitpunkt ist, um damit zu beginnen.

Der Behandlungsbeginn

DEN idealen Zeitpunkt, um mit einer kieferorthopädischen Behandlung anzufangen, gibt es nicht, denn er ist individuell ganz verschieden. In Fällen mit ausgeprägteren Zahn- oder Kieferfehlstellungen macht es Sinn, bereits im Alter zwischen 6 und 8 Jahren mit der Behandlung zu beginnen. Dadurch können das Wachstum der Zähne und Kiefer sowie der Zahndurchbruch optimal beeinflusst werden. Möglicherweise fallen somit spätere kieferorthopädische Behandlungen im jugendlichen Alter weg oder werden zumindest stark vereinfacht.

Es gibt jedoch viele Fälle, in denen erst im Alter von 9 bis 11 Jahren mit der kieferorthopädischen Behandlung begonnen wird, wenn bereits auch einige bleibende Zähne vorhanden sind.

Wie lange dauert eine Behandlung?

  • Bei Erwachsenen dauert die Behandlung üblicherweise zwischen 6 und 12 Monaten.
  • Kinder müssen hingegen etwas mehr Geduld aufbringen, bis ihr Gebiss optimiert ist. In der Regel dauert dies bei jungen Menschen 2 bis 3 Jahre.

Insbesondere bei Kindern erfolgt meist ein Wechsel zwischen lockeren und festen Zahnspangen während der Behandlung. Der genaue Ablauf kann jedoch je nach Entwicklungsstand und Diagnose sehr unterschiedlich sein. Während der gesamten Behandlungsdauer erfolgen alle 6 bis 8 Wochen Kontrolltermine in unserer Praxis, um den Fortschritt der Behandlung genau zu beobachten und die weitere Behandlung optimal anzupassen.

Was passiert, wenn Milchzähne „schief“ sind?

Üblicherweise wird mit der kieferorthopädischen Behandlung erst dann begonnen, wenn bereits bleibende Zähne im Frontzahnbereich durchgebrochen sind, im Seitenzahnbereich jedoch sowohl noch Milch- als auch bleibende Zähne zu finden sind. Man spricht vom sogenannten „Wechselgebiss“.

Zahnspangen für Erwachsene

Bringen Zahnspangen im Erwachsenenalter überhaupt noch etwas?

Die Antwort lautet ja, kieferorthopädische Behandlungen sind grundsätzlich in jedem Alter möglich, sie können dabei sowohl aus gesundheitlichen als auch aus ästhetischen Gründen erfolgen. Behandlungen aus ästhetischen Gründen werden immer beliebter.

Sind die Erfolgsaussichten bei Erwachsenen genauso groß wie bei Kindern?

Ja! Die Zahnstellung kann bis ins hohe Alter verändert werden. Jedoch muss die Zahnbewegung bei Erwachsenen langsamer als bei Patienten im Wachstum durchgeführt werden. Im Gegensatz zur Behandlung bei Kindern kann zudem bei Erwachsenen die Skelettstruktur (d.h. die Kieferform) nicht mehr allein durch den Einsatz einer Zahnspange beeinflusst werden.

Kostenübernahme bei Erwachsenen?

Gemäß der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherungen werden die Kosten für eine Erwachsenenbehandlung nur bei sehr schweren Fehlstellungen übernommen. In der Regel ist die Therapie dann auch mit einem kieferchirurgischen Eingriff verbunden. Einige private Krankenversicherungen oder Zahnzusatzversicherungen hingegen übernehmen häufig einen Teil der Kosten oder die gesamten Kosten, je nach vereinbartem Tarif.

Symptome und Notwendigkeit der Zahnspange

Wann sollte eigentlich kieferorthopädisch behandelt werden?

Braucht jeder eine Zahnspange? Nein, in aller Regel wird aus zwei Beweggründen behandelt: Aus gesundheitlichen und aus ästhetischen Gründen, dazu mehr im Folgenden.

Zahnspange aus gesundheitlichen Gründen

Zögern Sie nicht, einen Kieferorthopäden aufzusuchen, sobald Ihre Symptome darauf hindeuten, dass etwas mit Ihrem Kauapparat nicht in Ordnung sein könnte. Dadurch können Spätfolgen wie Gelenkschäden an diesem empfindlichen System vermieden werden.

Folgende Symptome können auf Kiefergelenksprobleme hinweisen:

  • Schmerzen im Gesicht und/oder Kiefer
  • Zähneknirschen
  • Knacken im Kiefergelenk
  • Reibungsgeräusch im Kiefergelenk
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Verspannungen
  • Falscher Biss (Überbiss, Kreuzbiss, tiefer Biss)

Zahnspange aus ästhetischen Gründen

Viele Menschen suchen zudem aus ästhetischen Gründen einen Kieferorthopäden auf. Die Beweggründe hierfür können vielfältig sein – schiefe Zähne, ein tiefer oder offener Biss, eine nicht optimale Position der Kiefer zueinander, um nur einige Beispiele zu nennen.

Sie sind mit der Ästhetik Ihrer Zähne und Ihres Lächelns nicht völlig zufrieden? Wenn dies der Fall ist, dann kommen Sie gerne in unserer Praxis vorbei und wir sprechen darüber. Wir beraten Sie gerne ausführlich, beim Ersttermin sogar kostenlos. Uns ist bewusst, dass schöne Zähne und ein gewinnendes Lächeln sehr wichtig für Ihr Wohlbefinden sind!

In beiden Fällen – aus gesundheitlichen oder ästhetischen Gründen – raten wir: Kommen Sie zur Beratung, denn diese kostet (bei uns) nichts!

Welche Folgen hat es, wenn nicht behandelt wird?

Wenn ein kieferorthopädisches Problem nicht behandelt wird, kann dies zu Spätfolgen am Kauapparat führen: Kiefergelenksbeschwerden, Fehlbiss, Schluckbeschwerden, Probleme beim Kauen, Sprachfehlentwicklung und Kopfschmerzen können mögliche Folgen sein.

Wichtig sind aber auch der gesellschaftliche und der psychologische Aspekt: Wer mit seinen Zähnen und seinem Lächeln zufrieden ist, strahlt dies auch aus. Das wirkt sich positiv auf den Umgang mit anderen Menschen sowie auf die Lebensqualität aus und führt manchmal sogar zu vermehrtem beruflichen Erfolg. Ein strahlendes, selbstbewusstes Lächeln gewinnt!

Welche Fehlstellungen können und sollten korrigiert werden?

  • Liegt ein Engstand vor, so haben die Zähne nicht ausreichend Platz im Kiefer und stehen daher schief.
  • Einen stark zurückliegenden Unterkiefer erkennt man daran, dass die oberen Schneidezähne weit über die unteren Schneidezähne vorstehen.
  • Beim hervorstehenden Unterkiefer verhält es sich umgekehrt, die oberen Schneidezähne befinden sich hinter den unteren Schneidezähnen.
  • Einen frontal offenen Biss erkennt man daran, dass die Backenzähne beim Zusammenbeißen aufeinandertreffen, die Frontzähne jedoch ohne Kontakt zum Gegenkiefer bleiben. Auch nach dem Zusammenbeißen sieht man diese Öffnung.
  • Ein tiefer Biss ist dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Frontzähne die unteren Frontzähne bis zur Hälfte oder sogar ganz überdecken.
  • Liegt ein Kreuzbiss vor, so ist der Unterkiefer breiter als der Oberkiefer – was normalerweise umgekehrt der Fall ist. Um Beißen zu können, muss der betroffene Patient den Unterkiefer seitwärts verschieben. Die unerwünschte Folge eines Kreuzbisses während des Wachstums: Der Unterkiefer wächst vermehrt einseitig.

Wichtig: Es ist immer ratsam einen Kontrolltermin beim Kieferorthopäden zu vereinbaren, wenn Beschwerden wie Schmerzen im Kiefergelenk, Beschwerden beim Kauen, Knirschen oder diffuse Schmerzen wie Kopfschmerzen auftreten. Es ist besser, frühzeitig die Probleme zu behandeln, als später eine langwierige und komplexere Behandlung in Kauf nehmen zu müssen.

Zahnspangen-Behandlungswege

Es gibt verschiedene Methoden, um kieferorthopädische Probleme zu behandeln. Die Behandlung mit einer Zahnspange kann grundsätzlich von außen oder an der Zahninnenseite erfolgen.

lächelnde Jugendliche mit Zahnspange in der einen und Aligner-Zahnschiene in der anderen Hand
Verschiedene Zahnspangen-Behandlungswege stehen zur Auswahl – hier im Bild: feste Zahnspange von außen und Aligner-Zahnschiene von Invisalign

Feste Zahnspangen

Im Bereich der feste Zahnspangen, die auf der Außenseite der Zähne aufgebracht werden, unterscheidet man zwischen Zahnspangen mit Metallbrackets und solchen mit Keramikbrackets.

  • Metallbrackets werden auf der Außenseite der Zähne angebracht. Wir verwenden flache und kleine Brackets, die einen hohen Tragekomfort und gute Reinigungsmöglichkeiten bieten. In unserer Praxis arbeiten wir sehr gerne mit SPEED Braces.
  • Keramikbrackets sind aus durchsichtigem Material und passen sich dadurch der natürlichen Zahnfarbe an. Die durchsichtigen bzw. zahnfarbenen Brackets sind somit sehr unscheinbar und fallen kaum auf. Sie sind in ästhetischer Hinsicht sehr empfehlenswert und versprechen ein gutes Endergebnis. Mit Keramikbrackets von Forestadent machen wir rundum sehr gute Erfahrungen.

Unsichtbare Zahnspangen

Mit heraus­nehmbaren, durchsichtigen sogenannten Aligner-Zahn­schienen bewegen wir die Zähne allmählich in ihre ideale Position. Die trans­parenten Aligner-Zahn­schienen ermöglichen eine für andere Menschen kaum sichtbare kiefer­ortho­pädische Korrektur.

Wir empfehlen die transparenten Kunststoffschienen von Invisalign®, mit denen wir stets sehr gute Erfahrungen machen.

Lingualtechnik

Eine weitere Methode der unsichtbaren Korrektur stellt die sogenannte Lingualtechnik dar. Individuell angefertigte Brackets werden auf der Innen­seite der Zähne befestigt. Die Zahn­spange ist somit von außen nicht erkennbar. Wir verwenden die Lingual-Zahnspangen von Incognito™ und erzielen damit hervorragende Ergebnisse.

Herausnehmbare, lockere Zahnspange

Heraus­nehmbare Zahn­spangen ermöglichen bei Kindern eine optimale Vorbereitung des Ober- und Unter­kiefers auf die weitere kiefer­ortho­pädische Be­hand­lung. Die spätere Be­hand­lungs­dauer mit der festsitzenden Zahn­spange kann dadurch deutlich verkürzt werden.

Herausnehmbarer, lockerer Lückenhalter

Wenn ein Kind frühzeitig einen Milchzahn verliert, so kann es nötig sein, den Platz in der Lücke so lange freizuhalten, bis der bleibende Zahn nachrückt. Wir bieten herausnehmbare Lückenhalter an, die diese wichtige Platzhalterfunktion übernehmen.

Retainer

Retainer sind dünne, auf der Innenseite der Zähne befestigte Drähte, die eine Stabilisierung der erreichten Korrektur über einen längeren Zeitraum ermöglichen. Sie sind von außen nicht erkennbar und gewährleisten, dass die Zähne nicht wieder in die unerwünschte Ausgangsposition zurückwandern.

Funktionskieferorthopädische Geräte

Beim Sprechen oder Schlucken entstehen natürliche Kräfte, welche sich funktionskieferorthopädische Geräte zunutze machen, um Zähne und Kiefer in einen korrekten Bezug zueinander zu bringen. Wie andere herausnehmbare Zahnspangen bestehen sie aus Kunststoff, in welchen Drahtelemente eingelassen sind. Allerdings werden sie nicht über Klammern fest mit den Zähnen verbunden, sondern liegen locker im Mund. Zu den am meisten verwendeten funktionskieferorthopädischen Geräten zählen: Aktivator, Bionator und Vorschubdoppelplatte.

Kosten für eine Zahnspange in München & KFO-Behandlung

Die Erstberatung ist in unserer Praxis kostenlos. Sie beinhaltet einen detaillierten kieferorthopädischen Behandlungsplan und einen einfach nachzuvollziehenden Kostenvoranschlag.

Für Kinder und Jugendliche übernimmt bei medizinischer Notwendigkeit in der Regel die Krankenkasse einen Großteil der Kosten. Gewisse Ergänzungsleistungen, wie beispielsweise Keramikbrackets, können zusätzlich gewählt werden und müssen selbst bezahlt werden. Pro Behandlung fallen im Durchschnitt in unserer Praxis Kosten in Höhe von EUR 500 bis EUR 1.350 an. In vielen Privatversicherungsverträgen sind diese Zusatzleistungen bereits enthalten.

Wie teuer ist eine Behandlung

Ein erwachsener Patient muss für eine Behandlung beim Kieferorthopäden mit Kosten von insgesamt EUR 1.500 bis EUR 7.000 rechnen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten nur bei besonders ausgeprägten Fehlstellungen. Im Gegensatz dazu übernehmen private Krankenversicherungen bei Erwachsenen häufig einen Großteil der Behandlungskosten für die Zahnregulierung. Zur Abklärung der Kostenübernahme mit Ihrer privaten Krankenversicherung erhalten Sie von uns einen detaillierten kieferorthopädischen Behandlungsplan. Grundsätzlich fallen die Behandlungskosten nicht als Einzelrechnung an, sondern werden gestaffelt im Behandlungsverlauf ausgestellt. Wir erarbeiten Ihnen einen (auch für Laien nachvollziehbaren) Kostenplan, welcher auch in zinsfreien Raten bezahlt werden kann.

Zahlt Krankenkasse Zahnspange?

Bei Kindern ist die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung abhängig von der jeweiligen KIG-Einstufung (kieferorthopädische Indikationsgruppen). Erwachsene hingegen müssen die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung in der Regel selbst tragen. Nur, wenn ein sogenannter „OP-Fall“ vorliegt, d.h. wenn eine Kombinationstherapie aus kieferorthopädischer Behandlung und kieferchirurgischem Eingriff als medizinisch notwendig erachtet wird, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien sind ein Massenphänomen. Um den Behandlungsbedarf einstufen zu können, wurden fünf Schweregrade für kieferorthopädische Behandlungen definiert, kurz KIG 1 bis 5 (kieferorthopädische Indikationsgruppen 1 bis 5) genannt. KIG 1 steht dabei für den geringsten und KIG 5 für den höchsten Schweregrad.

Die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung werden ab dem Zeitpunkt des Zahnwechsels bis zum Ende des 17. Lebensjahres (d.h. bis zum Tag vor dem 18. Geburtstag) von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, wenn ein Behandlungsbedarf von KIG 3 oder höher diagnostiziert wird.

Falls hingegen nur ein Schweregrad von KIG 1 bis 2 festgestellt wird, ist die gesetzliche Krankenkasse nicht mehr verpflichtet, die Kosten zu übernehmen. Das gilt selbst dann, wenn die KFO-Behandlung als „medizinisch notwendig“ erachtet wird. Wird die Behandlung auf Wunsch des Patienten dennoch durchgeführt, so wird sie als Privatleistung verrechnet und muss vom Patienten selbst getragen werden. KIG 1 beinhaltet leichtere Zahnfehlstellungen, deren Korrektur in erster Linie der Ästhetik dient. KIG 2 beinhaltet Zahnfehlstellungen, die zwar nur leicht ausgeprägt sind, aber dennoch eine medizinische Behandlung erforderlich machen. Alles, was darüber hinaus geht, gehört in die Kategorien KIG 3 bis 5. Wir beraten Sie bei Bedarf gerne ausführlich.

Zahnspangen-FAQ und Hintergründe

Wie wird die kieferorthopädische Behandlung für Kinder angenehm gestaltet?

Wir versuchen, die kieferorthopädische Behandlung für unsere kleinen Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu gehört selbstverständlich ein spielerischer, kindgerechter Umgang mit unseren Jüngsten sowie Materialien, welche Kinder ansprechen, wie beispielsweise bunte Zahnspangen, Zahnspangen mit Glitzer, und Ähnliches. Gerne gehen wir auf die individuellen Vorlieben der Kleinen ein. Wir schaffen mit viel Einfühlungsvermögen eine Atmosphäre, in der Kinder gerne in unsere Praxis kommen und motiviert sind, die Behandlung erfolgreich mitzugestalten.

✅ Lassen sich Kosten bei Selbstzahlern von der Steuer absetzen?

Jeder Steuerzahler hat ein Recht darauf, „außergewöhnliche Belastungen“, zu denen auch Krankheitskosten zählen, in gewisser Höhe steuerlich abzusetzen. Dies ist von Fall zu Fall verschieden, je nach Einkommen, Haushaltsgröße, etc. Fragen Sie am besten direkt beim Finanzamt oder bei Ihrem Steuerberater nach.

✅ Was ist, wenn die Behandlung nicht erfolgreich verläuft?

Vor dem Beginn der Behandlung wird mit dem Patienten im Detail besprochen und gemeinsam definiert, was mithilfe einer kieferorthopädischen Behandlung realistisch erreicht werden kann. Dieses Behandlungsziel wird in einem Behandlungsplan schriftlich festgehalten. In der Regel wird dieses realistisch gesteckte Ziel auch erreicht.

✅ Können Schmerzen bei der Behandlung bzw. durch die Zahnspange auftreten?

Normalerweise verläuft eine kieferorthopädische Behandlung schmerzfrei. Am Anfang der Behandlung dauert es einige Tage, bis sich Zähne, Zunge und Lippen an die neue Situation gewöhnt haben, dies kann mit einem leichten Druckschmerz oder Spannungsgefühl einhergehen. Doch nach einer kurzen Eingewöhnungszeit verliert sich dieses Gefühl. Sollte es wider Erwarten zu stärkeren Beschwerden kommen, bitten wir Sie, umgehend unsere Praxis aufzusuchen, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

✅ Wie kann die Zahnspange später gereinigt werden?

Eine lockere Zahnspange reinigen Sie am besten täglich mit einer Zahnbürste und etwas nicht-abrasiver Zahnpasta, wie beispielsweise zahnschmelzschonender Zahnpasta. Sie fassen die Zahnspange am Kunststoffteil an (nicht an den empfindlichen Klammern und Drähten, um ein Verbiegen zu vermeiden) und schrubben alles sanft, aber gründlich ab. Zum Abschluss reinigen Sie die Zahnspange unter fließendem Wasser. Zum Essen wird eine lockere Zahnspange grundsätzlich aus dem Mund herausgenommen, damit keine groben Speisereste an der Zahnspange haften bleiben können.

Festsitzende Zahnspangen bedürfen einer besonders gründlichen Pflege, denn sie sind direkt mit den Zähnen verbunden und müssen unbedingt frei von Plaque gehalten werden, damit weder unangenehme Gerüche noch Karies entstehen können. Zunächst werden die Zähne wie gewohnt mitsamt der festsitzenden Zahnspange gründlich gebürstet. Anschließend wird gezielt ober- und unterhalb der Metalldrähte geputzt und bewusst um jedes einzelne Bracket herum. Zum Schluss putzen Sie mit einer Interdentalbürste unter den Metalldrähten und zwischen den Brackets sowie die Metalldrähte selbst. Danach wird der Mund sorgfältig ausgespült, gerne auch mit einer Mundspüllösung.

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